SPIELZEIT DER SUPERLATIVE: LTO STARTET IN SPIELZEIT 22/23 UND STELLT SPIELPLAN VOR

Das LTO startet in eine Spielzeit der Superlative: in diesem Theaterjahr spielen wir 16 Produktionen an 11 Orten und machen unserem Slogan »Aus der Oberpfalz für die Oberpfalz« wieder alle Ehre. Den Auftakt macht am 01. Oktober ein Gastspiel des Erby-Theaters München (»Der Geizige« nach Molière), das gleichzeitig auch den LTO-Kulturherbst in der Stadthalle Vohenstrauß eröffnet. Es folgen weitere Vorstellungen von »Karneval der Tiere«, »Die Weiße Rose« und »Der nackte Wahnsinn« – die letzte Inszenierung von Till Rickelt als künstlerischem Leiter am LTO. Direkt im Anschluss erhellen wir mit der LTO-Winterbühne die tristen Wintermonate: ein neuer Versuch für die Wiederaufnahme von »Resl Unser«, »Nils Holgersson« und seine Gänse kommen für zwei Termine zurück, ebenso wie die Lachstürme erntende Familie Hartmann in »Willkommen bei den Hartmanns«, die in unseren neuen Spielort, dem Gemeindezentrum in Speinshart, einzieht. »Nipple Jesus« und »Die verlorene Ehre der Katharina Blum« mussten aufgrund der Pandemie im letzten Jahr absagt werden, nun werden sie im kommenden Winter Premiere feiern. Rund um Weihnachten sorgt »Ein Schaf für’s Leben« für leuchtende Kinderaugen, während wir mit »Judas / Ismene, Schwester von« einem Verfemten und einer Vergessenen an einem Abend eine Stimme geben. Besonders freuen wir uns auf »Pfui! Die Klankermeier-Saga«, mit der wir ab Januar nicht nur wieder eine Uraufführung im Spielplan haben, sondern auch unser Repertoire an regionalen Themen weiter ausbauen.

 

Auch die Inszenierungen und Termine für den Sommer 2023 stehen fest. Mit einem großen Musical auf Burg Leuchtenberg bringen wir eingängige, kunstvoll arrangierte Songs und liebevoll-schräge Märchen-Charaktere in unsere Stammspielstätte. Der Denkenbauernhof im Freilandmuseum Oberpfalz wird sich ab Juli in eine Schwarze Mühle verwandeln: mit »Krabat« bringen wir einen der beliebtesten Jugendstoffe an den besten Ort, den man sich für diese Geschichte voller Liebe, Grusel und Magie nur vorstellen kann. Das »Neinhorn« wird die Naturbühne Schönberg in Grafenwöhr in einen Herzwald verwandeln, während »Der brave Soldat Schwejk« auf Burg Leuchtenberg und Burg Waldeck versucht, seinen Kopf aus der Schlinge zu ziehen. Außerdem wird es ein Wiedersehen mit dem »Beutelschneider« in Speinshart geben.

 

„Wir haben ein außerordentlich ambitioniertes, abwechslungsreiches und spannendes Programm für die Spielzeit 22/23 zusammengestellt. Besonders freut es uns, dass wir unseren Spielplan für die gesamte Spielzeit veröffentlichen können, so weiß unser Publikum schon jetzt, auf welche Vorstellungen es sich in den nächsten Monaten freuen kann. Zusammengefasst haben wir unsere Spielzeit der Superlative auch in diesem Jahr in unserem Spielzeitheft, das zwischen dem 01. und 15. Oktober in allen Filialen der Stadtbäckerei Schaller (Landkreis Neustadt, Schwandorf, Tirschenreuth und Stadt Weiden) und den Tourismusbüros kostenlos ausliegt. Natürlich schicken wir das Spielzeitheft auch gern direkt an Interessenten nach Hause – Bestellungen bitte mit Angabe der Adresse per Mail an info@landestheater-oberpfalz.de “, so Wolfgang Meidenbauer. Alle Informationen und Termine der neuen Spielzeit finden Sie ab sofort auf unserer Homepage www.landestheater-oberpfalz.de. Der Vorverkauf für die Vorstellungen ab Oktober läuft bereits, der Vorverkauf für die LTO Winterbühne (Nov-Apr) startet am 01. Oktober, der VVK für die LTO-Sommerfestspiele ’23 am 01. Dezember.

Zitate unserer Regisseure*innen:

Till Rickelt | Regisseur »Der nackte Wahnsinn«

„Seit ich 2014 die künstlerische Leitung des Landestheaters Oberpfalz übernommen habe, gab es immer wieder Überlegungen, das Stück auf den Spielplan zu setzen. Trotz oder vielleicht gerade wegen seiner perfekten Konstruktion schreckte ich immer davor zurück – zu groß schienen mir die technischen und darstellerischen Anforderungen. Während zwei Jahren Pandemie, in denen ein Virus immer wieder unsere Plane durchkreuzte, wuchs die Überzeugung, sich zukünftig nicht mehr von Bedenken und Ängsten von Wunschprojekten abhalten zu lassen. Als dann die Entscheidung für »Der Nackte Wahnsinn« fiel, wusste ich noch nicht, dass ich das LTO Ende 2022 verlassen wurde. Dass es nun noch meine letzte Inszenierung sein kann, bevor ich ans Theater Ravensburg wechsle, ist eine glückliche Fügung, für die ich sehr dankbar bin.“

 

Jona Manow | Regisseur »Die verlorene Ehre der Katharina Blum« und »Ismene, Schwester von«

„Ich freue mich sehr auf zwei spannende Frauen der Literaturgeschichte. Katharina Blum ist eine kühle, sichere und starke Figur. Doch dem Sturm an Verleumdung und Vorverurteilung, vorangetrieben von Boulevardpresse, Polizei und Gesellschaft, hält sie nicht stand. Das Ensemble des LTO greift sich diesen einzigartigen, an Polizeibericht und Nachrichten erinnernden Text von Heinrich Böll, schmeißt sich in diesen zerstörerischen Strudel aus Sensationsgier und erzählt gemeinsam eine atemberaubende Geschichte.

Mit »Ismene, Schwester von« verschafft sich eine Außenseiterin endlich Gehör – nach dreitausend Jahren! Immer unbeachtet und ungehört tritt sie jetzt aus dem Schatten der großen Schwester Antigone hervor und erzählt ihre Geschichte. Ein rührender Text einer Frau, die keine Heldin, sondern einfach nur glücklich – aber nicht vergessen sein will.“

 

Caroline Ghanipour | Regisseurin »Ein Schaf für’s Leben«

„Im Sommer 2021 habe ich die Geschichte von Ronja Räubertochter für das LTO inszeniert. Im Winter steht nun das nächste gemeinsame Projekt an. Mit »Ein Schaf für’s Leben« inszeniere ich erneut eine Geschichte über eine ganz besondere Freundschaft und freue mich, ein Teil der LTO-Winterbühne zu sein.“

 

Katharina Stark | Regisseurin »Pfui! – Die Klankermeiersaga«

„Als ich den Namen Klankermeier zum ersten Mal gehört habe, wurde ich sofort hellhörig. Mord, Sex-Shows und die Kirche – und das in Weiden. Das klingt ja fast nach einer Netflix-Serie. Also habe ich recherchiert und zusammen mit Uli Scherr Menschen getroffen, die mit Klankermeier zu tun hatten. Von Interview zu Interview wurden die Geschichten immer wilder. Was war da los im Weiden der 70er? Perfekter Stoff für die Bühne!“

 

Doris Hofmann | Regisseurin »Shrek – Das Musical«

„Ach du Shrek! Ein Musical? Auf der Burg Leuchtenberg? Schon im nächsten Sommer? Ich sage: Definitiv! Her damit! Nach langer Pause endlich wieder ein großes Musical. Wir als Team waren sofort infiziert von diesem Gedanken. Kann die Burg als Schauplatz besser für die Story von Shrek sein? Wahrscheinlich nicht! Diese Lieder, diese Figuren – da ist wirklich alles dabei. Wir haben Lust auf dieses abgedrehte Abenteuer!“

 

Evi Eiberger | Regisseurin »Das Neinhorn«

„Nein! Nein! Nein! Das sind die Worte, die man im plüschigen Herzwald durch die zuckersüßen Glückskleewiesen und rosaroten Kuschelwölkchen hören kann. Sie stammen von einem kleinen, notorisch leicht genervten Einhorn: Auch genannt das NEINhorn… Eines Tages macht es sich auf die Hufe. Auf seiner Reise findet es neue Freunde: einen schwerhörigen Bären, einen gelangweilten Hund und eine störrische Prinzessin – gemeinsam bocken sie durch den Wald! Die kleinen und großen Zuschauer erwartet ein heiterer Einhorn-Ritt mit viel Wortwitz, wenig Moral und guter Musik.“