200. Geburtstag von Heinrich Band – Der Namensgeber des Bandoneons

Heinrich Band gilt als Erfinder und Namensgeber des Bandoneons. Das Bandoneon reiste vom Niederrhein nach Argentinien und entwickelte sich dort zum Volksinstrument und einem festen Bestandteil des Tangos. Heinrich Band wäre heute 200 Jahre alt geworden.

Als der Krefelder Cellist und Instrumentenhändler Heinrich Band um 1845 damit begann, aus dem damals beliebten „Accordion“ ein eigenes Instrumentenmodell zu entwickeln, wusste er nicht, dass sein „Bandonion“ in der argentinischen Tangomusik eines Tages zu Weltruhm gelangen würde. Heinrich Band übernahm ein kleines Musikgeschäft von seinem Vater. Bis 1844 verkaufte er dort nur wenige 40- bis 56-tönige Akkordeons. Vier Jahre später, im Jahr 1848, konstruierte er das 68-tönige „Bandonion“, das später „Bandoneón“ genannt wurde. Als Klavier des kleinen Mannes wollte er dem Mittelstand das Musizieren ohne große Notenkenntnisse ermöglichen und dadurch ein Stück kulturelle Teilhabe ermöglichen. Bald wurde der Name „Bandoneón“ zu einer Qualitätsbezeichnung innerhalb der Harmonikainstrumente. Mitte des 19. Jahrhunderts wanderte dann ein Mann aus Krefeld nach Argentinien aus und hatte ein Bandoneon im Gepäck. Das Instrument definiert seitdem den Klang des argentinischen Tangos.

Zu Ehren des 200. Geburtstages von Heinrich Band haben wir uns auf die Suche nach einem oberpfälzer Bandoneon-Spieler gemacht. Thomas ‚Jim‘ Tröster hat sich vor vielen Jahren in den Klang des Instrumentes verliebt und spielt das Instrument. Zu Ehren von Heinrich Band hat er uns ‚La cumparsita‘, el tango de los tangos,  auf einem Bandoneon gespielt. Wir danken Herrn Tröster für seine Unterstützung.