Nachruf auf Christian Höllerer

Mit großer Trauer nehmen wir Abschied von Christian Höllerer, Mitbegründer der Burgfestspiele Leuchtenberg, die er über viele Jahre sowohl als Regisseur wie als Schauspieler entscheidend prägte, und aus denen 2010 das Landestheater Oberpfalz entstand. Bei zwölf Inszenierungen der Burgfestspiele führte er Regie, in dreiunddreißig Produktionen stand er als Darsteller auf der Bühne. Zu seiner Paraderolle entwickelte sich der Boandlkramer in Kurt Wilhelms „Der Brandner Kaspar und das ewig´ Leben“, den er von 1988 bis 2001 in drei Inszenierungen bei den Burgfestspielen verkörperte. Von 1993 bis 2000 war Christian Höllerer stellvertretender Vorsitzender und 2000 bis 2003 Vorsitzender des Trägervereins der Burgfestspiele, der Stadtbühne Vohenstrauss, die seit 2010 auch als Gesellschafter des LTO fungiert. Als Volkstheaterkoryphäe hat er das oberpfälzer Kulturleben über viele Jahre maßgeblich bereichert, als Regisseur bei unzähligen Theatergruppen und Freilichtspielen so wie der „Altneihauser Feierwehrkapell´n“ ebenso wie als Schauspieler und Ensemblemitglied der Luisenburgfestspiele in Wunsiedel. Trotz all dieser Aktivitäten fand Christian Höllerer immer wieder Zeit, auch beim Landestheater Oberpfalz auf der Bühne zu stehen, zuletzt 2019 als Konnersreuther Pfarrer Joseph Naber in der Uraufführung von Bernhard Setzweins „Resl unser“.

 

„Wo´s Wissen aufhört, fangt der Glaube an“, lässt Kurt Wilhelm seinen Boandlkramer. sagen. Wir glauben fest, dass Christian jetzt nach seinem Abgang von unserer Weltenbühne mit beiden einen „Kerschgeist“ trinkt, während er unser irdisches Schauspiel von seinem Logenplatz betrachtet.