Das LTO ist zurück! Sommertheater ab 30. Juli im Garten von Schloß Friedrichsburg

Am 11. März begann die schmerzvoll-theaterfreie Zeit. Wo zunächst noch gehofft wurde, der Spuk möge rechtzeitig zu den Sommerfestspielen vorbei sein, sah sich das Landestheater Oberpfalz dann im Mai gezwungen, die gesamte Sommersaison abzusagen. Doch im Hintergrund wurde weitergearbeitet, und jetzt kann Ende Juli – vorbehaltlich der positiven Rückmeldung durch die Behörden – der Spielbetrieb wiederaufgenommen werden. „Wir alle sind überglücklich, endlich wieder spielen zu dürfen“, freut sich Till Rickelt, künstlerischer Leiter des Landestheaters, und ergänzt: „wir haben uns gut vorbereitet und bieten rechtzeitig zu den Sommerferien ein Stück, das man mit der ganzen Familie corona-sicher besuchen kann. Und mit dem Kulturherbst in Vohenstrauß legen wir dann wieder richtig los.“

Rechtzeitig zu Ferienbeginn – obwohl die Reisebeschränkungen großteils wieder aufgehoben wurden, werden sicherlich viele ihren Urlaub zuhause verbringen – bietet das LTO wieder Theatererlebnisse aus der Oberpfalz für die Oberpfalz. „Wir hatten überlegt, erst zum Kulturherbst wieder zu starten, aber das wäre doch eine zu lange theaterfreie Zeit geworden“, so Wolfgang Meidenbauer, Geschäftsführer des Landestheaters, „in den Gesprächen der letzten Wochen wurde der Wunsch nach Theater zunehmend lauter. Und nun hat auch die Politik die Rahmenbedingungen abgesteckt. Also legen wir wieder los.“

Ab 30. Juli können also alle Theaterbegeisterten wieder aufatmen: „Die Kuh Rosmarie“ von Andri Beyeler steht auf dem Programm. „Die namensgebende Kuh hält mit ihrer Besserwisserei einen ganzen Bauernhof auf Trab“, beschreibt Rickelt die Handlung. „Also schicken die entnervten Tiere Rosmarie kurzerhand nach Afrika. Aber nach ein paar Tagen stellt sich ein Löwe am Bauernhof vor und erzählt von einer Kuh, die alle Tiere in der Savanne in den Wahnsinn treibt…“ Das für den Deutschen Kindertheaterpreis nominierte Stück ist eine hintersinnige Fabel, ein starkes Plädoyer für Toleranz und Respekt und dafür, jeden so sein zu lassen, wie er ist. Das Stück wird im Garten von Schloss Friedrichsburg aufgeführt, ein „Sommertheater auf der grünen Wiese“, wie Meidenbauer ergänzt. „Das hat einen ganz besonderen Charme! Wir müssen aber natürlich Vorkehrungen treffen, damit sich jede*r Besucher*in sicher fühlen kann.“

Anhand der politischen Vorgaben und der Handreichungen des Bühnenvereins wurde ein individuelles Hygienekonzept erarbeitet, das nun im Sommertheater zum Einsatz kommt. „Wir werden keine Platzkarten verkaufen, die Besucher bekommen ihre Plätze durch das Einlasspersonal zugewiesen“, so Meidenbauer. Außerdem solle das Publikum eigene Sitzgelegenheiten wie Decken und Klappstühle bitte selbst mitbringen, das Tragen von Mund- und Nasenschutz sei beim Einlass und allen Gängen auf dem Gelände obligatorisch. Weil sich die Lage täglich ändern kann, werden die Besucher dazu angehalten, sich kurz vor Vorstellungsbesuch auf der Internetseite des LTO über die aktuellen Auflagen zu informieren. „Wir wissen, dass diese Maßnahmen nicht jedem gefallen werden, aber sie sind leider notwendig. Aber das Theater, die Kulisse und das Ambiente im Schlossgarten sind es allemal wert“, ist sich Meidenbauer sicher.

Im Oktober startet dann der Kulturherbst des LTO in der Stadthalle Vohenstrauß. „Wir werden die Kuh Rosmarie für ein paar Vorstellungen wiederaufnehmen“, erklärt Rickelt, „und für das Abendprogramm dürfen sich alle schon auf eine Neuinszenierung von „Cyrano de Bergerac“ freuen. Dazu werden wir eine Eigenproduktion entwickeln, die den infektionssicheren Proben- und Vorstellungsbetrieb satirisch aufs Korn nimmt. Und es wird auch noch ein kleines Rahmenprogramm mit verschiedenen Gästen geben. Aber da verraten wir erst später mehr.“

Die Kuh Rosmarie“ ab 30. Juli, 17.00 Uhr im Garten von Schloss Friedrichsburg in Vohenstrauss. Weitere Spieltermine werden noch bekanntgegeben. Der Vorverkauf startet am 06. Juli.

Die Verantwortlichen des LTO besichtigen den Schloßgarten der Friedrichsburg in Vohenstrauß